Donnerstag, 12. Januar 2017

ZEIT Online: "Migrantenschreck" - Die Waffenbürger

Dass die Flüchtlingswellen der letzten Jahre Auswirkungen auf die Bevölkerung Deutschlands hatten, ist nicht von der Hand zu weisen. Vor allem sieht man dies an den Wahlerfolgen der AfD. Allerdings greift ein Teil der Menschen auf weitaus drastischere Methoden zurück, ihrem Fremdenhass Ausdruck zu verleihen. ZEIT Online bietet als eines von wenigen Nachrichtenportalen im Internet datenjournalistische Projekte an. Eines davon beschäftigt sich mit dem illegalen Waffenkauf von Schreckschusswaffen auf Migrantenschreck.

Der Artikel " 'Migrantenschreck' - Die Waffenbürger", vom 9.12.2016, im Netz liest sich eingangs wie eine fiktive Geschichte, dennoch stützt man sich hierbei auf ein vorangegangenes Interview mit einem Käufer einer Waffe aus diesem Portal. Auf der ersten Seite werden die Hintergründe von "Herrn M", so wird besagter Käufer benannt, für seinen Kauf erörtert und man findet eine interaktive Karte Deutschlands vor, auf der jeder Waffenkauf auf Migrantenschreck dargestellt wird. Der Leser kann sich per Mausklick über die Käufe informieren. Die Informationen beinhalten den Ort, die Bestellung und den Preis des Kaufs.
Auf Seite 2 wird beschrieben, welche Art von Menschen zum Kauf von Schreckschusswaffen "zur Verteidigung gegen Migranten" greifen. Dabei fällt auf, dass wirklich jeder, egal welcher sozialen Stellung oder welcher Berufsgruppe er oder sie angehört. Außerdem erfährt man, dass die Firma, die die Seite betreibt und die Waffen versendet, ihren Sitz in Ungarn hat. Der Vertrieb, Verkauf und Eigentümer der Firma wird au Seite 3 noch einmal genauer beschrieben.

Als Grundlage für diesen Artikel dienen ZEIT Online Informationen und Daten, die dem Portal zugespielt wurden, das Impressum der Website und Interviews mit Käufern und Fachkundigen, sowie eigene Erlebnisse der Redakteure, die sich aus Recherchegründen nach Ungarn begeben haben.



Link zum Artikel auf ZEIT Online

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